Take it easy - für Umwelt und Sicherheit

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Take it easy - für Umwelt und Sicherheit
Von Daniel Hautmann

Wie wirkt sich die Anordnung von Tempo 30 an innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen aus? Darüber bestehen oftmals Unsicherheiten. Das Umweltbundesamt (UBA) hat die wichtigsten Erkenntnisse aus Messungen und Untersuchungen in einer Broschüre zusammengetragen. Fazit: Tempo 30 verbessert überwiegend Umweltqualität, Sicherheit und Verkehrsfluss. Auch Anwohner nehmen die Entlastung wahr.

Die Fachleute sind sich einig: je langsamer die Fahrzeuge, desto kürzer sind Bremsweg und desto weniger stark ist die Aufprallgeschwindigkeit. Damit sinkt die Schwere von Unfällen, etwa bei Kollisionen. Zudem nehmen Autofahrer bei niedrigeren Geschwindigkeiten ihr Umfeld besser wahr, erkennen also Gefahrenquellen besser, so das Umweltbundesamt im Rahmen der Studie “Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen”.

Dem ADAC schmeckt das Thema gar nicht – und ließ prompt verlauten: Eine Begrenzung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit oder das Aufstellen von Schildern habe keine zwangsläufige Auswirkung auf die Unfallhäufigkeit. Tempo 30 sei aus Gründen der Verkehrssicherheit in Wohngebieten zwar grundsätzlich sinnvoll, auf Hauptverkehrsstraßen hingegen weniger, da hier vor allem bauliche Gestaltungen oder Ampeln entscheidenden Einfluss auf die Verkehrssicherheit hätten. Nur in begründeten Ausnahmefällen – der ADAC nennt hier ein hohes Aufkommen von Radverkehr – sollte Tempo 30 geprüft werden.

Zur Broschüre des UBA bitte hier entlang: www.umweltbundesamt.de

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